Beschreibung
Das Projekt "Schutz der Biodiversität durch Förderung nachhaltiger und entwaldungsfreier Lieferketten in Kolumbien (BioCadenas)" zielt darauf ab, den Biodiversitätserhalt in den besonders von Entwaldung und Konflikt betroffenen Regionen der kolumbianischen Orinoquia und des Amazonasgebiets zu stärken. Im Fokus stehen ausgewählte Ökokorridore außerhalb von Schutzgebieten in den Departments Meta, Caquetá und Guaviare, in denen nachhaltige land- und forstwirtschaftliche Wertschöpfungsketten gefördert und miteinander vernetzt werden. Vor dem Hintergrund hoher Entwaldungsraten, begrenzter wirtschaftlicher Perspektiven und einer weiterhin fragilen Sicherheitslage unterstützt BioCadenas lokale Akteur*innen - insbesondere Frauen sowie vom Konflikt betroffene und vulnerable Bevölkerungsgruppen - bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle, die Biodiversität erhalten und Einkommen sichern. Das Vorhaben baut auf bestehenden landwirtschaftlichen Betriebs- und Waldmanagementplänen auf und fördert die Diversifizierung von Produktionssystemen in von extensiver Rinderhaltung geprägten Landschaften. Die ausgeschriebene Leistung umfasst dabei zentrale Aspekte zweier Handlungsfelder des Vorhabens: Im Rahmen des Handlungsfelds 3 - die Unterstützung lokaler Produzent*innengruppen bei der Entwicklung und Einreichung von Finanzierungsanträgen für Investitionen in Biodiversitätserhalt und Wiederherstellung sowie im Rahmen des Handlungsfelds 4 - den Wissens- und Erfahrungsaustausch zur Wiederherstellung von Ökokorridoren. Im Rahmen des dritten Handlungsfeldes begleitet der AN Produzent*innengruppen bei der Identifizierung geeigneter öffentlicher und privater Finanzierungsinstrumente, der Ausarbeitung von Investitions- und Geschäftsplänen sowie der Antragstellung und administrativen Abwicklung von Fördermitteln. Ziel ist es, den Zugang zu Finanzierungen deutlich zu erhöhen und Investitionen in biodiversitätserhaltende Wertschöpfungsketten zu mobilisieren. Das vierte Handlungsfeld stärkt den intersektoralen Wissensaustausch zwischen lokalen und nationalen Akteur*innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Privatsektor, mit besonderem Fokus auf Frauen. Über Wissensnetzwerke, Workshops, Peer-to-Peer-Lernformate und Pilotmaßnahmen werden erfolgreiche Ansätze zur Wiederherstellung von Ökosystemen identifiziert, dokumentiert und verbreitet. Der systematische Wissenstransfer verbessert die Wirkung von Wiederherstellungsmaßnahmen, erhöht die Sichtbarkeit lokaler Initiativen und fördert deren langfristige Verankerung, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit regionalen Universitäten. Insgesamt trägt die ausgeschriebene Leistung dazu bei, biodiversitätserhaltende Wertschöpfungsketten in den Ökokorridoren Kolumbiens zu stärken, Finanzmittel für den Biodiversitätsschutz zu mobilisieren und die fachlichen, organisatorischen und finanziellen Handlungsspielräume lokaler Akteur*innen nachhaltig zu verbessern.