Beschreibung
Los 1 („Betriebsleistungen") Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung der Netzwerkinfrastruktur im BMFSFJ, bestehend unter anderem aus - LAN/WLAN-Infrastruktur, aufgebaut aus Routern, Switches, Netzwerkzugriffskontrolle (NAC), Etagenverteilern und WLAN Access-Points sowie - der Netz-Sicherheitsinfrastruktur, aufgebaut aus Komponenten zur Perimetersicherheit an den Übergängen zu NdB & WAN sowie im internen Netz, sicherer Anbindung von mobilen Arbeitsplätzen sowie Angriffserkennungs- und Abwehrsystemen. Ziel ist die Gewährleistung der hohen Verfügbarkeit des IP-Transport-Service über alle Komponenten und Teilnetze hinweg bei gleichzeitiger Wahrung von Integrität und Vertraulichkeit der gespeicherten und übermittelten Informationen. Dafür gelten SLAs, die eingehalten werden müssen. Daneben wird außerhalb der Geschäftszeit eine telefonisch erreichbare Not- und Einsatz-Bereitschaft bereitgestellt. Vorort-Präsenz innerhalb der Geschäftszeit binnen 120 Minuten bei unmittelbarer betrieblicher Notwendigkeit (separat bepreist und nach Aufwand abgerechnet) Optional: Vorort-Präsenz außerhalb der Geschäftszeit in Notfällen binnen 120 Minuten (separat bepreist und nach Aufwand abgerechnet) | Los 2 („Netz- und Systemüberwachung“) Weiterentwicklung der Prozesse, Betrieb der Netz- und Systemüberwachung im BMFSFJ und Bewertung/Bearbeitung von Security-Incidents, unter Nutzung - von zentralen und dezentralen Sensoren und Scan-Systemen, - von Überwachungskomponenten und Monitoring, - von Protokollierung und - der entsprechenden Komponenten bzw. Prozesse zur Auswertung. Ziel ist die kurzfristige Identifikation von Fehlern und die mittel- bis langfristige Verbesserung der Netz- und Systemperformance sowie der Informationssicherheit. Grundlage sind dabei von den AN zu erstellende Konzepte. Optional: Ad hoc Bereitstellung von Spezialisten zur fach- und zielgerichteten Unterstüt-zung bei der Bewältigung von schweren IT-Sicherheitsvorfällen (Computer Emergency Response Team (CERT)) insbesondere mit Kompetenzen in den Bereichen Forensik, Beweis-sicherung, Logdaten-Analyse sowie Strategieberatung zur Eindämmung und Behebung von Vorfällen. Bestandteil beider Lose sind Beratungs- und Qualitätssicherungs-Leistungen (QS) sowie die Unterstützung der Fortschreibung des IT-Sicherheitskonzeptes im Kontext der IT-Infrastruktur der AG. Von den AN wird darüber hinaus ein umfangreicher Wissenstransfer in Form von Dokumentation und Schulung erwartet. Die Leistungen werden in der Regel Montag bis Freitag im Zeitfenster 7 bis 19 Uhr (Geschäftszeit) erbracht. Die Leistung muss innerhalb der Kernzeit von Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr erbracht werden. Die Servicezeit beträgt 40 Stunden pro Woche im Monatsmittel und ist in der Pauschalver-gütung enthalten. Mindestens 30 % der Servicezeit werden in Vorort-Präsenz und innerhalb der Kernzeit erbracht. Der Ort wird mit der AG im Vorfeld abgestimmt (Bonn und Berlin). Im Mittel wird die Vorort-Präsenz hälftig an beiden Standorten geleistet. In Ausnahmesituationen (Umzug, gravierender Sicherheitsvorfall, …) kann befristet eine höhere Vorort-Präsenz auch außerhalb der Geschäftszeit erforderlich sein. Neben den pauschal vergüteten Leistungen ist der kurzfristige Abruf von Sonderleistungen (optionale Leistungen) durch die AG möglich. Diese werden gesondert beauftragt und nach Aufwand abgerechnet. (siehe Kapitel 5.3) Die Lose werden getrennt und an unterschiedliche AN vergeben. Gleichwohl ist ein Angebot zu beiden Losen durch eine bietende Firma (Bieterin) möglich. Die AG wird zunächst über die Vergabe des Los 1 (Betriebsleistungen) entscheiden. Die Bieterin, die hier den Zuschlag erhält, scheidet bei Vergabe des Los 2 (Überwachung und Konzeption) aus, selbst wenn sie hierzu ebenfalls das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat. Das BMFSFJ strebt eine langfristige Zusammenarbeit mit den AN an. Die Vertragsabschlüsse gelten nach aktuellem Planungsstand für den Zeitraum Mai 2024 bis April 2028 (Los 1) bzw. April 2024 bis März 2028 (Los 2) mit jeweiliger Kündigungsoption zum Ende des 2. und 3. Vertragsjahres. Je nach Dauer des Vergabeverfahrens kann sich der Auftragsbeginn ca. ein bis zwei Monate nach hinten verschieben.