Beschreibung
Die Deutsche Bundesbank betreibt im Rahmen ihres Umweltmanagements ein Energiemanagement für ihren Liegenschaftsbestand. Die normative Grundlage der Tätigkeit bildet die Norm DIN EN ISO 50001, sowie die Fachempfehlungen des Arbeitskreises Maschinelle Anlagen und Elektrotechnik in der Verwaltung (AMEV), insbesondere die Fachempfehlungen AMEV Energie 2024 und AMEV Technisches Monitoring 2020 sowie fortgeschrieben die je-weils gültigen Fassungen. Ziel des Umwelt- und Energiemanagements ist es, zur Erreichung von Klimaschutzzielen die CO2-Emissionen durch gezielte Maßnahmen in Baumaßnahmen und im Liegenschaftsbetrieb zu senken. Hierbei geht es darum, Verbesserungspotenziale zu identifizieren, Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen sowie kontinuierliche Verbesserungsprozesse einzuführen und stetig anzuwenden. Zentrales Instrument des Energiemanagements ist das Energiecontrolling aller Dienstliegenschaften der Deutschen Bundesbank mit Standorten in den meisten Bundesländern. Dessen wesentliche Komponenten sind das EMCS (Energiemonitoring- und Controlling-System) und die Mess- und Zählinfrastruktur in den Liegenschaften. Das EMCS ist eine Energiemanagement-Software als Software-as-a-Service, die vom Energiemanagement der Bundesbank als Systemeigner betrieben wird und vom technischen Personal, dem leitendem Verwaltungspersonal sowie den Baudurchführenden Stellen dienstbestimmungsgemäß eingesetzt wird. Energieverbrauchsdaten in Form von 15-Minuten und 60-Minuten-Werten von Zählern für den Medienbezug aus öffentlichen Versorgungsnetzen und teilweise vorhandener Unter- bzw. Anlagenzählern in den Liegenschaften werden weitgehend automatisch in eine Energieverbrauchsdatenbank importiert. Das Frontend verfügt über eine Benutzeroberfläche, die mittels Dashboards für den Nutzer individuell angepasst werden kann. Über einen integrierten Mailserver wird im Rahmen eines Energieberichtswesens ein automatisierter Versand von Energieberichten bezogen auf die jeweiligen Liegenschaften, Gebäude und Anlagen für die jeweiligen Nutzer konfiguriert. Fehlfunktionen von Zählern, Auf-fälligkeiten im Verbrauch und signifikante Abweichungen werden auf Basis der Anwendung eines Regelkataloges automatisch erkannt und es erfolgt der Versand automatisierter Ereignismeldungen. Mittelfristig werden im gesamten Dienstgebäudebestand der Deutschen Bundesbank automatisierte Mess- und Zählinfrastrukturen in die Technische Gebäudeausrüstung installiert und zur automatisierten Energieverbrauchserfassung in die Gebäudeautomationsanlagen integriert. Grundlage zur Umsetzung sind die in der Deutschen Bundesbank gültigen Fachempfehlungen AMEV Energie 2024 und AMEV TMon 2020 des Arbeitskreises Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen sowie interne Regelwerke.